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Was bedeutet krankfeiern und was sind die Konsequenzen?

  • Von Jan Frederik Strasmann, LL. M.
  • Letzte Aktualisierung am: 19. März 2026
  • Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten
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Key Facts

  • Informieren Sie Ihren Chef unverzüglich über den Ausfall und die voraussichtliche Dauer. Eine ärztliche Bescheinigung ist spätestens ab dem dritten Tag Pflicht, sofern im Vertrag nichts anderes steht.
  • Eine vorgetäuschte Krankheit kann zu einer Abmahnung oder sogar einer fristlosen Kündigung führen. Besonders Beweise wie Social-Media-Posts (z. B. Party-Bilder trotz Krankmeldung) machen eine Kündigung vor Gericht oft wasserdicht.
  • Wer nach Erhalt einer Kündigung „krankfeiert“ oder dies vorab ankündigt, riskiert Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers. Achten Sie darauf, dass Ihr Verhalten nicht offensichtlich zeigt, dass Sie die Restlaufzeit nur „aussitzen“ wollen.

Chef unterstellt mir krank zu feiern: Welche Bedeutung hat das genau?

Krankfeiern ohne Krankenschein: Welcher rechtliche Rahmen ist hier gegeben?
Krankfeiern ohne Krankenschein: Welcher rechtliche Rahmen ist hier gegeben?

Inhalt

  • Chef unterstellt mir krank zu feiern: Welche Bedeutung hat das genau?
    • Erwischt beim Krankfeiern: Droht die Kündigung?
    • Hinter Krankfeiern steckt oft mehr als bloße Unlust auf die Arbeit
  • FAQ: Krankfeiern

In erster Linie hat Krankfeiern die Bedeutung, dass Arbeitskollegen oder Mitarbeiter eine Krankheit vortäuschen, um der Arbeit fernbleiben zu können. Kann man die Unterstellung, jemand würde krankfeiern, nachweisen? Und welche Konsequenzen können Ihnen drohen?

Sie haben als Arbeitnehmer gewisse Pflichten, denen Sie nachkommen müssen, wenn Sie Ihren Arbeitgeber über eine Krankheit informieren. Gleichzeitig gilt jedoch auch, dass Sie bestimmte Informationen nicht an Ihren Arbeitgeber weitergeben müssen und dieser auch keinen Anspruch darauf hat, diese zu erfragen.

Folgendes sollten Sie bei einer Krankmeldung also beachten:

  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich, also noch Beginn Ihrer Schicht.
  • Geben Sie in diesem Zusammenhang auch die (voraussichtliche) Dauer Ihres krankheitsbedingten Ausfalls an.
  • Über die Ursache bzw. den Grund Ihrer Erkrankung sowie mögliche Diagnosen müssen Sie Ihren Vorgesetzten nicht informieren.

Wie lange kann man krankfeiern ohne den „gelben Schein“? Eine Krankschreibung müssen Sie sich von Ihrem Arzt einholen, sobald Sie drei Tage oder länger krankheitsbedingt ausfallen.

Durch die Bescheinigung eines Arztes kommen Sie einer möglichen Annahme, Sie würden eine Krankheit nur vortäuschen, zuvor. Wichtig ist jedoch auch, dass die Bedeutung des Begriffs richtig eingeordnet wird, ebenso wie die Bedeutung dessen was es heißt, krank oder arbeitsunfähig zu sein:

  • Beispiel 1: Haben Sie sich einen Arm gebrochen und können somit Ihre berufliche Tätigkeit nicht ausüben, ist es natürlich nicht verwerflich, wenn Sie privaten Aktivitäten nachgehen. Diese sollten natürlich keine Gefahr für eine schnelle Genesung darstellen. Ein Kinobesuch mit eingegipstem Arm, während Sie nicht zur Arbeit gehen können, fällt jedoch nicht unter die Bedeutung von krankfeiern.
  • Beispiel 2: Schon eher ist die Rede vom Krankfeiern, wenn Sie Magen-Darm als Grund für Ihre Abwesenheit angegeben haben und Sie am selben Tag in einer Bar, einem Restaurant oder z. B. bei sportlichen Aktivitäten gesehen werden.

Erwischt beim Krankfeiern: Droht die Kündigung?

Kann ich eine fristlose Kündigung wegen Krankfeiern erhalten?
Kann ich eine fristlose Kündigung wegen Krankfeiern erhalten?

Wer sich auffällig oft an Montagen oder Freitag krankmeldet, gerät schnell ins Visier seiner Vorgesetzten. Dann ist schnell von Krankfeiern die Rede aufgrund der Unterstellung, dass Sie einfach nur Ihr Wochenende verlängern wollen, ohne dafür Urlaubstage zu nehmen.

Werden Sie tatsächlich beim Krankfeiern erwischt, müssen Sie mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. Im Zweifelsfall können Sie sogar eine fristlose Kündigung wegen Krankfeiern erhalten.

Krankfeiern nachzuweisen ist für Arbeitgeber schwierig – aber nicht unmöglich. Das Arbeitsgericht Siegburg hat in einem Fall eine fristlose Kündigung wegen Krankfeiern für zulässig erachtet. In diesem Fall hatte sich eine Putzkraft krankheitsbedingt von Ihren Wochenendschichten abgemeldet. In Ihrem WhatsApp-Status zeigt sie am selben Wochenende Bilder von einem Festivalbesuch.

Welche Konsequenzen müssen Sie aber noch befürchten, wenn Sie nach einer Kündigung krankfeiern? Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, sich nach Erhalt einer Kündigung krankschreiben zu lassen. Auch in diesem Fall gilt jedoch nach wie vor die Mitteilungspflicht gegenüber Ihrem Noch-Arbeitgeber.

Findet dieser dann heraus, dass Sie Ihre Erkrankung nur vortäuschen, kann er Ihnen gegenüber ggf. Schadensersatzansprüche geltend machen. Aus diesem Grund ist Krankfeien auch nach einer Kündigung definitiv mit Vorsicht zu behandeln. Zeigen Sie nicht zu offensichtlich, dass Sie die Zeit bis zum Vertragsende „aussitzen“ wollen. Und verhindern Sie in jedem Fall ein Krankfeiern mit Ansage, indem Sie bereits vorab ankündigen, dass Sie Ihre Arbeit nach Ihrer Kündigung nicht weiter ausüben werden.

Hinter Krankfeiern steckt oft mehr als bloße Unlust auf die Arbeit

Krankfeiern mit Ankündigung sollten Sie vermeiden. Sprechen Sie stattdessen Ihre Vorgesetzten auf mögliche Krankheitsgründe an.
Krankfeiern mit Ankündigung sollten Sie vermeiden. Sprechen Sie stattdessen Ihre Vorgesetzten auf mögliche Krankheitsgründe an.

Natürlich führen Krankmeldungen und insbesondere das Krankfeiern zu großem Unmut bei Arbeitgebern. Nicht nur, dass ihnen eingeplante Arbeitskräfte fehlen, ggf. stellt sich heraus, dass Arbeitnehmer gelogen haben. Die Vertrauensbasis wird dadurch auf eine harte Probe gestellt.

Bei allem Ärger sollten Arbeitgeber jedoch beachten, dass Krankfeiern verschiedene Gründe haben kann – u. a. auch innerbetriebliche. Und diese sollten von Ihrem Arbeitgeber ernst genommen und im besten Fall aufgearbeitet werden.

Insbesondere folgende Gründe können für ein Krankfeiern bei eigentlicher Arbeitsfähigkeit sorgen:

  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Schlechtes Verhältnis zum Vorgesetzten oder zu Mitarbeitern
  • Fehlverhalten des Vorgesetzten
  • Unzufriedenheit mit den zugeteilten Aufgaben
  • (Zu) Hoher Workload

In solchen Fällen ist die Bezeichnung „intakte Arbeitsfähigkeit“ ein dehnbarer Begriff. Auch psychische Belastung am Arbeitsplatz kann zu einer Arbeitsunfähigkeit führen. Versuchen Sie dies jedoch durch Krankfeiern zu lösen, sorgt dies bei Arbeitgebern schnell für Unmut und entsprechende Konsequenzen. Suchen Sie daher im besten Fall das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten oder – falls dies nicht möglich oder er Teil des Problems ist – informieren Sie den Betriebsrat.

FAQ: Krankfeiern

Was bedeutet Krankfeiern?

Von Krankfeiern ist die Rede, wenn ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber mitteilt, aufgrund von Krankheit arbeitsunfähig zu sein, obwohl er gesund ist.

Kann Krankfeiern zu einer Kündigung führen?

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen Krankfeiern nachweisen kann, ist dies ein Kündigungsgrund. Unter Umständen ist sogar eine fristlose Kündigung möglich.

Welche Gründe gibt es für Krankfeiern?

Meistens spricht man vom Krankfeiern, wenn Sie ohne Urlaubstage zu verbrauchen mehr Freizeit für andere Aktivitäten gewinnen wollen. Allerdings können auch innerbetriebliche Gründe wie z. B. Mobbing ein Krankfeiern nach sich ziehen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Über den Autor

Jan Frederik Strasmann (Rechtsanwalt)
Jan Frederik Strasmann, LL. M.

Jan Frederik Strasmann schreibt für arbeitsrechte.de u. a. über Themen zu Kündigung und Abmahnung. Er studierte an der Universität Bremen und absolvierte sein Referendariat am OLG Celle. Seinen Master of Laws (LL. M.) erwarb er in Dublin. Seit 2014 ist er zugelassener Rechtsanwalt.

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